Honorar, Nebenkosten

 

Das Honorar für Sachverständigenleistungen ist im Einzelnen vorab zu vereinbaren.

 

Die Abrechnung erfolgt in der Regel nach dem tatsächlichen Stundenaufwand mit einer Genauigkeit auf die jeweils angefangene Viertel-Stunde.
Je nach Schwierigkeit der Aufgabe oder je nach Art und Umfang der Aufgabe ergibt sich der erforderliche Zeitaufwand des Sachverständigen.

 

Gerichtliche Aufträge

 

Gerichte als Auftraggeber vergüten den Sachverständigen nach JVEG*, Justiz-Vergütungs- und Entschädigungsgesetz, nach dem erforderlichen Zeitaufwand des Sachverständigen und ggf. mitwirkender Mitarbeiter des SV oder technischer Beiräte.

 

Die Honorare sind gegliedert nach Honorargruppen - unterschiedliche Sachgebiete des Bestellungstenors und der Aufgabenstellung werden unterschiedlich hoch vergütet.

Das frühere Sachgebiet "Schäden an Gebäuden" ist nach der neueren Fassung nunmehr mehreren Honorargruppen zugeordnet worden.


Der Sachverständige kann darüber hinaus eine Besondere Vergütung nach §13 beantragen; hierzu ist jedoch die Zustimmung entweder beider Parteien oder einer Partei und der ersatzweisen Zustimmung seitens des Gerichts erforderlich.

Die Vereinbarung der Vergütung muss vor/bei Auftragsbeginn erfolgen.

Fahrzeiten für die An- und Abfahrt zum Objekt/Gerichtsterminen, sowie Wartezeiten sind Arbeitszeiten.

 

Die Nebenkosten werden zusätzlich nach dem tatsächlichen Aufwand nach JVEG* abgerechnet.

Erfahrungsgemäß betragen die Nebenkosten durchschnittlich etwa 10 bis 20 % des abgerechneten Zeitaufwandes des Sachverständigen.

 

 

Private Aufträge

 

Die Vergütung erfolgt nach dem vereinbarten Stunden-Honorar.

Fahrzeiten für die An- und Abfahrt zum Objekt sind Arbeitszeiten. Hierauf gewähre ich einen anteiligen Rabatt.

 

Private Auftraggeber sind alle Auftraggeber, die direkt einen Auftrag an den Sachverständigen erteilen. Das sind z.B. Unternehmen, Architekten und Planer, Bauträger, Verkäufer oder Käufer von Immobilien, Vermieter oder Mieter, Handwerker und deren Kunden, private Bauherrn.

Auch Mitglieder einer Wohnungeeigentümergemeinschaft zählen zur Gruppe der Verbraucher.

 

Private Auftraggeber, die auch im Sinne des Gesetzes Verbraucher sind, genießen einen besonderen rechtlichen Schutz.

Sie erhalten von der SV eine Belehrung über ihr Widerrufsrecht über einen erteilten Auftrag, wonach sie ihr Recht zum Widerruf innerhalb einer Frist von 14 Tagen ausüben können

(Text siehe Menü "Impressum").

Soll der Sachverständige jedoch in dringlichen Fällen ausnahmsweise schon innerhalb der 14-tägigen Widerrufsfrist sofort für Verbraucher tätig werden, so hat der Auftraggeber ausdrücklich auf sein Recht zur Ausübung des Widerrufs durch schriftliche Erklärung zu verzichten oder wenn er sein Recht innerhalb der Frist ausübt, also nach der bereits erfolgten Aufnahme der Tätigkeit des Sachverständigen ausübt, den bis dahin erbrachten Aufwand zu vergüten.

 

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In der Regel erfolgt die Abrechnung auch hier wie im gerichtlichen Auftrag nach dem vereinbartem Zeitaufwands-Honorar, zuzüglich der üblichen Nebenkosten, welche von mir entweder nach den Verrechnungssätzen nach JVEG  abgerechnet werden, bzw. pauschaliert mit 10 % des abgerechneten Zeitaufwandes der Sachverständigen.


In den pauschalierten Nebenkosten sind enthalten, z.B. Km-Entschädigung für An- und Abfahrt, Ausdrucke und Kopien für die Originale und Mehrfachfertigungen (bis zu 3 Stück in Farbe), Datenträger z.B. CD, Telefon- Porto-Auslagen, Vorhalten und Einsatz üblicher Messgeräte, Anfertigen digitaler Fotos und Scann-Dateien, Schreibarbeiten, usw. analog zu den nach JVEG abzurechnenden Nebenkosten-Positionen.

 

Sonstige Nebenleistungen und deren Kosten sind vom Auftraggeber gesondert zu beauftragen und zu vergüten, z.B. Handwerker für Bauteilöffnungen, Bereitstellen von Gerüsten, fahrbahren Hebebühnen, Kosten für Untersuchungen von Material- und Schimmel-Proben, Anschaffung und Bereitstellung besondere Messgeräte oder Einsatz von ingenieur-technischen und spezialisierten Leistungen mit Geräte-Einsatz aus dem Bereich der Baudiagnostik.

 

Die gesetztliche Mehrwertsteuer beträgt derzeit 19 % auf alle angegebenen  Einzelleistungen.

 

 

Mediations-Aufträge

 

Einer gelungenen Mediation steht in der Regel ein stetig tickender Zeit- und Kostendruck entgegen.
Deshalb empfehle ich die Vereinbarung von Tages-Sätzen.


Dabei sind die Kosten für die Bereitstellung eines geeigneten "neutralen Bodens", also geeigneter Räume mit Infrastruktur (Seminar- und Tagungsraum) in der Regel mit enthalten, ebenso die Nebenkosten.

Ich empfehle den Beteiligten für ein entspanntes und ruhiges Ambiente für Mediationsgespräche zu sorgen, damit auch Arbeits- und Denkpausen möglich sind.

 

In der Vorbereitung eines Mediations-Auftrags wird mit den Beteiligten zusammen zweckmäßig ein Plan erstellt, mit welchen Arbeitsschritten man gemeinsam vorgehen möchte und welcher zeitliche Rahmen dafür zur Verfügung gestellt werden soll.
Damit hat man eine Größenordnung für Zeit und Kosten in Mitwirkung der Beteiligten einer Mediation gemeinsam festgelegt.


Die Verteilung der Kosten einer Mediation kann absprachegemäß entweder von einer Partei alleine getragen werden oder in beliebiger Aufteilung erfolgen.

Die Vereinbarung für den Ablauf des Verfahrens und zur Vergütung erfolgt zweckmäßig gemeinsam vor dem Beginn der Mediation.


Lassen Sie sich unverbindlich über die weitreichenden individuellen Gestaltungs- und Handlungsoptionen einer Mediation informieren.

Lernen Sie die großen wirtschaftlichen Vorteile eines außergerichtlichen Streit- und Konflktlösung-Verfahrens kennen.


Neben Sie bitte unverbindlich mit mir Kontakt auf (Seite Kontakt-Formular oder direkt per Email oder Brief).

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