Beweissicherung

Die Beweissicherung ist ein wichtiges Instrument um quasi auf Vorrat die Beweise zu sichern.

Die von einem unabhängigen Sachverständigen erstellte Dokumentation hat einen hohen Vertrauens- und Glaubhaftigkeits-Wert.

 

Häufige Fragestellungen in strittigen Auseinandersetzungen oder in Konfliktsituationen lauten:

  • Lagen die Schäden und Mängel  zu einem früheren und bestimmten Zeitpunkt bereits vor?

 

Der bestimmte Zeitpunkt kann also zeitnah vor einem Baubeginn oder bei Auszug eines Vormieters oder bei Mietbeginn liegen.

Auch vor umfangreichen Renovierungen, Instandsetzungen und Sanierungsarbeiten ist es später unter Umständen notwendig, dass der frühere Ursprungs-Zustand entsprechend dokumentiert wurde.

Eine Beweissicherung kann eine spätere unberechtigte Inanspruchnahme auf Reparatur und Instandsetzung vermeiden helfen.

 

Auch Fragen zur Plausibilität, Abrechnung, zur Leistungsabgrenzung (z.B. vor/nach einer Kündigung eines Auftragsverhältnisses) können mit einer entsprechenden Zustandsfeststellung (auch mit Aufmaß von bereits ausgeführten Leistungen) häufig beantwortet werden.

 

Zu empfehlen ist stets, dass vor einer Beauftragung der Grund und der Zweck möglichst genau beschrieben werden, damit man im Fall des Falles dann auch genau das als Beweis gesichert vorrätig haben wird, auf was es ankommt.

 

Im Gegensatz zu einer privat in Auftrag gegebenen Beweissicherung kennt die ZPO auch das (selbständige) gerichtliche Beweissicherungsverfahren.

 

Gerichtliches (selbständiges) Beweisverfahren