Schätzung der technischen Wertminderung

Für Schlecht- oder Minderleistungen bei denen im endgültig nachgebesserten Zustand immer noch Differenzen zum vertraglich vereinbarten Soll-Zustand verbleiben kommt die Schätzung der technischen Wertminderung in Frage, damit auch derartige Leistungen endgültig und angemessen abgerechnet werden können.

Die nach BGB vorgesehene Schätzung durch einen Sachverständigen hat nach dem Grad der noch bestehenden restlichen Beeinträchtigungen der technischen Funktion, des Gebrauchswertes, der optischen Gestaltung und Beschaffenheit nachvollziehbar nach Kriterien aufgeschlüsselt zu erfolgen. Durch das analytische Zerlegen der Teilaspekte für die Bewertung/Schätzung gelangt man zu einem nach verschiedenen Kriterien gewichteten Ergebnis.
Im Einzelnen sind bei Bedarf die jeweiligen Grundlagen in Textform zu erläutern.

 

Die Sachverständige hat hierzu ein gut verständliches und übersichtliches tabellarisches Schema entwickelt (c), das die einzelnen Wertansätze in ihrer Wichtung darstellen und berechnen.
Im Einzelfall werden dazu entsprechende Erläuterungen und Begründungen ausgearbeitet.

 

Darüber hinaus kann im Einzelfall auch nach erfolgreicher Mangelbeseitigung ein merkantiler Minderwert am Objekt zurück bleiben. Dieses Thema führt in den Bereich der "Bewertung von bebauten und unbebauten Grundstücken und Gebäuden" hinein.

 

Die Sachverständige, Frau Lemmer, befasst sich eingehend mit den zugrundeliegenden Baupreisen (regionale Unterschiede), den voraussichtlichen Kosten der Mangelbeseitigungsmaßnahmen, Schätzung einer technischen oder merkantilen Wertminderung im endgültig nachgebesserten Zustand, falls Nachteile weiterhin bestehen bleiben.

 

Die Sachverständige hat auch Erfahrung bei der Bewertung der wirtschaftlichen und technischen Unzumutbarkeit für den Erhalt von Bausubstanz im Rahmen des Denkmal- und Ensemble-Schutzes.